Digital Native oder Digital Immigrant?

In der aktuellen Ausgabe der PAGE (07.2009 | Fachzeitschrift für Design, Werbung und Medien) fand ich einen interessanten Artikel über die erste digital sozialisierte Generation - wie sie dort genannt wird. Man kann es auch “Generation: Internet” nennen, auch wenn das nicht ganz so elegant klingt. Bei der Beschreibung, was ein sogenannter Digital Native (digitaler Muttersprachler / Einheimischer) sein soll, habe ich mich gefragt, ob ich selbst in dieses Schema passe. Grund genug sich einmal ausführlicher mit dem Artikel zu befassen und etwas dazu zu schreiben - und zwar nicht in Form eines Leserbriefes an die PAGE, sondern schön per Beitrag in meinem Blog - also ganz Web-Zwo-Null-like. ;)

Was ist eigentlich ein Digital Native?

Kurz umrissen sind Digital Natives Menschen, die mit Computer und Internet aufgewachsen sind, die von Beginn an neue Technologien offen angenommen haben und damit auch klargekommen sind. Es sind Menschen, die zu den ersten zählen, wenn ein neuer Technik-Hype am kommen ist (im Artikel Early Adopters genannt). Digital Natives sind in Social Networks und weiteren Plattformen aktiv und pflegen mit großer Sorgfalt ihre dortigen Profile und Freundschaften.

… und ein Digital Immigrant?

Ihnen gegenüber stehen die Digital Immigrants, durchaus auch Computer- und Internet-begeistert, aber sie kennen halt noch den ganzen alten Kram: Tonbandgeräte, Schallplatten, Walkman (die tragbaren Kassetten-Player, nicht die Handys von Sony Ericsson ;) ), VHS-Videorekorder… und dass Telefone früher eine Wählscheibe hatten. Geboren irgendwann vor 1980, aufgewachsen in der analogen Welt, hinken sie bei der Akzeptanz von ganz neuen Sachen in der Regel immer etwas hinterher (“Twitter? Gruscheln bei StudiVZ? Ich bin zu alt für diesen Scheiß!”).

Wo steh ich?

Kurz: irgendwo dazwischen. Vom Alter her (Jahrgang ‘80) bin ich wohl grenzwertig. Auf der einen Seite hatte ich in meiner Kindheit natürlich einen Walkman und einen Kassettenrekorder. Mein erster Rechner - ein KC compact (DDR-Gegenstück zum Amstrad CPC) - lief sogar mit einem Kassettenlauf (nichts mit Festplatte oder Diskettenlaufwerk). Tonbänder und Tonbandgeräte habe ich zwar nicht mehr mitgemacht, dafür aber Plattenspieler - und die nutze ich bis heute. Nur sind es heute halt technisch ausgereifte Produkte für DJs und nennen sich Turntables - und man braucht immer zwei davon plus Mixer. ;) Auf der anderen Seite war ich halt schon immer Technik-begeistert. Als ich Ende der 90er vom Internet-Hype erfasst wurde, gab es kein zurück mehr. Ich erstellte meine ersten Webseiten, war in Chats aktiv, spielte Online-Spiele, legte in den verschiedensten Communitys Profile an.

Wo sieht ihr Euch? Kommentare sind willkommen! ;)

Der Beitrag wurde am Dienstag, den 16. Juni 2009 um 20:53 Uhr veröffentlicht und wurde unter Web 2.0 abgelegt. Folgendene Tags sind dem Beitrag zugewiesen: . Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

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